Reychsfehde Auf der Heide vs. Athenae Gottingenses

Der Reychsberichterstatter schreibt...

Athenae Gottingenses (248) vs. Auf der Heide (369)
Reychsfehde auf hohem Niveau

Eine Reychsfehde erlebt man nicht alle Tage Deshalb war die Festburg umgehend ausgebucht, in der Athenae Gottingenses (248) und Auf der Heide (369) in den neutralen Gemarkungen der Hannovera (20) am 21. im Lenzmond a.U. 150 gegeneinander antraten. Knapp 360 Ritter, Junker und Knappen inkl. Tross aus 38 Reychen fanden sich ein, um den Ausgang des Streites um das Salz zu erleben. Es wurde ein höchst spannendes Duell auf hohem Niveau, bis ASR Don Miguel (52) das Ergebnis verkünden konnte.
Aber der Reihe nach.

Auslöser des Streites war ein Säckchen Salz, das der Rt Kukma de Tatonka ute Bronx (369) während eines Reychsausritte zur Athenae Gottingenses am Thron niederlegte, und das der dortige Rt Salinus mit allen Wassern gewaschen, profan einer Göttinger Saline verbunden, alsbald als schlecht und ungenießbar bezeichnete. Das konnte Auf der Heide nicht auf sich sitzen lassen und verkündete am 23. Tag im Eismond a.U. 149 die Reychsfehde, die von den Göttingern mit Freuden angenommen wurde.

Über ein Jahr ging ins Land, bis die Kombattanten gegeneinander antraten, nachdem Versöhnungsversuche gescheitert waren. Fürwahr, die Zeit hatte sich gelohnt. Als gefordertes Reych hatte die Athenae Gottingenses den ersten Hieb. Der fiel so gewaltig aus, dass am Schluss des „Singspiels in neun Szenen“ niemand auf den Sieg der Lüneburger wetten mochte. In Hexametern lobte Homer das Salz der Göttinger Saline und forderte die Gegner eindrucksvoll auf „Tut Umkehr und Buße“. Stadtbüttel und Salzsau leiteten Szenen ein, bei denen - Loriot und Heinz Rühmann sei Dank - kein Auge trocken blieb. Selbst Wallensteins Astrologe Seni stand aus dem Grabe auf und leistete der Athenae Gottingenses Schützenhilfe. Listig verlegten die Göttinger die Szene nach Lüneburg und trieben mit dem OÄ Rt Glühwürmchen vom goldenen Boden und dessen Sassen ihr Spiel.

Dann stürmten die Lüneburger die Bühne und ritten weit zurück in die Vergangenheit bis ins Jahr 1359, der Hansestadt Blütezeit und der Hochzeit des Handels mit dem weißen Gold. „Erfolg findet Neider und Nachahmer“ hieß es und die kamen – natürlich – aus Göttingen. „Wir aber sind das Salz in der Schlaraffensuppe“, stellte Auf der Heide ein für allemal fest und verurteilte nachträglich aufs Schärfste den Versuch der Göttinger, ihnen den Rang abzulaufen. 248 (sic!) Heringsfässer seien mit Salz aus Göttingen verdorben worden, stellte ein Tribunal fest. Auch die Lüneburger ließen Teile ihres Hiebes in Göttingen spielen und empfahlen der Göttinger Saline, ihr Salz als medizinische Sensation „Medi-sen“ für das „Betreute Sippen“ der Athenae Gottingenses einzusetzen. Die gute Nachricht für das Jahr 2010 lautete „Die Göttinger haben die Reychsfehde überstanden“, die schlechte „Ihr Reych gilt als das Atlantis von Niedersachsen“. Da nahm der Beifall der Lüneburger im Saal kein Ende.

Das Ende vom Lied hieß „Wir sind Schlaraffenbrüder“. Die Versöhnung feierte Rt Hanseat (20), der eine hervorragende Veranstaltung organisierte hatte und auch als fungierender Oberschlaraffe des gastgebenden Reyches eine gute Figur machte, mit einem Bangk.
Ach so, die Athenae Gottingenses hat gewonnen. Aber nur ganz knapp!

Rbe Don Golfonso (20)

Die Versöhnung hat stattgefunden!

Welch' grandiose Fehde-Hiebe durften 358 Augen- und Ohrenpaare erleben. Ein schlaraffisches Hocherlebnis.

Dank gilt den den beiden Fehdereychen, die sich noch am Festabend wieder versöhnten. Die unterzeichneten Versöhnungsurkunden wurden an die Reyche übergeben.

Das hohe Reych Auf der Heide nahm diese Urkundt in einem silbernen Rahmen mit in die Ilmenauburg, derweil das hohe Reych Athenae Gottingenses einen Platz für die gülden gerahmte Urkundt in der Burg Pfaltz Grona wird suchen müssen.

Es sei weiterhin berichtet, dass eine Videoaufzeichnung des Fehdeabends in Auftrag gegeben worden ist. Wenn die DVD des Ereignisses vorhanden sein werden, wird dies an dieser Stelle bekannt gegeben.

Am 15. im Ostermond a.U. 150 schreibt das hohe Reych Athenae Gottingenses zum Video folgende Nachricht:

R.G.u.H.z.!
Viellieber Ambtsbruder Rt Stentor,
unser OI Rt Wenn Einer hatte es organisiert und gibt nunmehr kund und zu Wissen:

Ab sofort ist das angekündigte Video der Reychsfehde 248 vs. 369 verfügbar !
Leider ist in dieser Welt nichts ohne Mammon zu bewältigen.
Wer das Video haben möchte, muß bitte 15,00 € berappen!

Zahlung auf das Konto der Athenae Gottingenses e.V.
Sparkasse Göttingen - BLZ 260 500 01 - Konto 43200286
Verwendungszweck:
248 vs. 369 + Reychsnummer + Schlaraffenname.

Wenn es ganz schnell gehen soll, möge man mir nach der Berappung
einen eWisch senden an:
strix248@web.de
oder ein Info-Fax an: 03212 - 2412248
oder an die Postadresse: Wolfgang Mertinkat, Glogauer Weg 2, 37085 Göttingen

Stets Euer Strix (K 248)